HR Kommunikation, Interne Kommunikation, Social, Trends
Schreibe einen Kommentar

Modernes Recruiting und seine wichtigsten Kanäle.

trends

Recruiting heute – was wirkt? Dass die Stellenanzeige auf Papier weitgehend out ist, hat sich herumgesprochen. Wie erfolgreich aber sind die konkurrierenden Online-Kanäle? Was funktioniert schon gut und was hat noch Potenzial?

Online liegt klar vorne

Die beiden am häufigsten genutzten Recruiting-Kanäle sind laut einer aktuellen Monster-Studie die eigene Unternehmens-Webseite und Internet-Stellenbörsen. An dritter Stelle folgt die Bundesagentur für Arbeit, danach Social Media und Mitarbeiterempfehlungen. Auf dem letzten Platz rangieren Printmedien, die nur noch von 10 % der befragten Unternehmen genutzt werden.

Quelle: Studie "Recruiting Trends 2015"

Quelle: Studie „Recruiting Trends 2015

Die oberen drei Plätze sind seit 2012 konstant geblieben, während Social Media als Recruiting-Kanal deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Mitarbeiterempfehlungen – allgemein als Netzwerkrekrutierung bezeichnet – spielen für viele Unternehmen ebenfalls eine wichtige Rolle. Offene Stellen unter den eigenen Mitarbeitern bekannt zu geben mit der Bitte, einen geeigneten Kandidaten vorzuschlagen, ist eine kostengünstige Alternative zu anderen Recruiting-Kanälen. In über einem Drittel der Unternehmen werden Empfehlungen, die tatsächlich zu einer Stellenbesetzung führen, sogar mit Geld- oder Sachwerten entlohnt.

Die erfolgreichsten Recruiting-Kanäle

Auch bei der erfolgreichen Stellenbesetzung schneiden die beiden Spitzenreiter Unternehmens-Webseite und Internet-Stellenbörsen am besten ab. Auf dem dritten und vierten Platz folgen mit deutlichem Abstand Empfehlungen von Mitarbeitern und Stellenanzeigen in sozialen Netzwerken.

Quelle: Studie "Recruiting Trends 2015"

Quelle: Studie „Recruiting Trends 2015

Eine weitere Möglichkeit der Mitarbeiter-Rekrutierung bietet das sogenannte Active Sourcing. Damit ist gemeint, dass Unternehmen selber interessante Kandidaten ansprechen, zum Beispiel über persönliche Netzwerke, einen unternehmenseigenen Talent-Pool, in dem Profile vielversprechender Bewerber gespeichert sind oder auf Karriere-Events für Studenten oder Absolventen. Bei einer passiven Stellensuche laden Bewerber ihren Lebenslauf in Datenbanken von Internet-Stellenbörsen oder Unternehmens-Webseiten hoch oder erstellen öffentliche Profile in Karrierenetzwerken, um von Personalmanagern gefunden zu werden.

Das muss modernes Recruiting leisten

Grafik: Adecco CC BY-SA 4.0

Grafik: Adecco CC BY-SA 4.0

Der Personaldienstleister Adecco hat die wichtigsten Aspekte moderner Mitarbeiter-Rekrutierung in einer anschaulichen Infografik zusammengestellt. Dabei steht vor allem die jüngste Generation von Bewerbern im Fokus – die sogenannte Generation Y oder Millennials – die ganz andere Anforderungen an das Recruiting stellt als vorhergehende Generationen. So sollten Unternehmen heute unbedingt Social Media nutzen, um mögliche Bewerber anzusprechen und ihre Unternehmens-Webseiten mobilfreundlich gestalten, da das Smartphone immer stärker zur Stellensuche eingesetzt wird. Die Unternehmenskultur sollte betont und in Image-Videos erlebbar gemacht werden. Auch die Analyse von Big Data hält Adecco für lohnenswert, ebenso wie die Durchführung von Video-Interviews, um Kandidaten lange Anfahrtswege zu ersparen.

Fazit

An einer für mobile Endgeräte optimierten Website mit inhaltlich starken Karriereseiten kommt man heute im Recruiting nicht vorbei. Das Internet spielt eindeutig die wichtigste Rolle im Recruiting und sollte daher von Unternehmen aktiv genutzt werden. Das Einstellen einer Anzeige auf der eigenen Webseite ist gleichzeitig eine kostengünstige Alternative zu Stellenbörsen und Printmedien. Wer sich als modernes Unternehmen präsentieren möchte, greift auf die vielfältigen Möglichkeiten des Internets zurück und präsentiert sich möglichst breitgefächert im Netz.

Einen interessanten Blog-Beitrag zum Thema „Social Media Recruitment“ aus Sicht eines unserer Kunden findet ihr übrigens hier.


Studie „Recruiting Trends 2015“

Die Monster Worldwide Deutschland GmbH hat in Zusammenarbeit mit dem Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) die Studie „Recruiting Trends 2015“ veröffentlicht. Seit 2003 beschäftigt sich die jährliche Studie mit aktuellen Trends und Herausforderungen in der Personalbeschaffung deutscher Großunternehmen. 125 von 1000 deutschen Großkonzernen nahmen dieses Mal teil und gaben Auskunft über die Kanäle, die sie für das Rekrutieren von Mitarbeitern benutzen und wie erfolgreich sie dabei sind.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *