Digitale Kommunikation, Highlight, Unternehmenskommunikation
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Online-Shops: Frauen kaufen anders.

Männer und Frauen kaufen unterschiedlich ein. Diese Weisheit ist altbekannt und doch anscheinend bei vielen Online-Shopbetreibern noch nicht richtig angekommen. Laut mehrerer Studien im Bereich Gender Marketing sind Online-Shops zum überwiegenden Teil auf die Bedürfnisse von Männern ausgerichtet. Ein aktueller Artikel in der Januarausgabe der PAGE stellt die Unterschiede zwischen weiblichem und männlichem Kaufverhalten heraus und beschreibt, welche Chancen sich daraus für die Gestaltung von Online-Shops ergeben. Das wichtigste Fazit: Mit Stereotypen kommt man auch hier nicht weiter. Das Webdesign sollte sich an den Wünschen und Bedürfnissen beider Geschlechter orientieren, um eine möglichst große Zielgruppe anzusprechen.

Unterschiede und ihre Konsequenzen für die Online-Shop-Gestaltung

Einer der wesentlichen Unterschiede besteht in der unterschiedlichen Zielsetzung beim Einkaufen. Männer kaufen für gewöhnlich genau das, was sie sich vorgenommen haben und nichts darüber hinaus. Frauen sind dagegen auch an Zusatzprodukten interessiert und nicht von Anfang an auf einen bestimmten Artikel festgelegt. Das bedeutet in der Praxis, dass Online-Shops zum einen ihr Angebot klar strukturiert und übersichtlich gestalten sollten, damit der Kunde schnell findet, was er sucht. Zum anderen sollten sie aber auch auf zusätzliche oder ähnliche Produkte hinweisen und dadurch zu weiteren Käufen anregen.

Grafik von Namakkalshowroom (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Grafik von Namakkalshowroom (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Für Frauen steht der Nutzen eines Produkts im Vordergrund, Männer haben mehr Interesse an technischen Details. Auch diese beiden Punkte lassen sich sehr gut miteinander vereinen und eine stärkere Herausstellung des Nutzens ist schließlich für alle ein Gewinn. Das Gleiche gilt für die Farbgebung: Männer bevorzugen eher dunkle Farben, Frauen mögen es etwas bunter und ausgefallener. Das heißt natürlich nicht, dass jetzt alle Online-Shops lila und rosa gestaltet werden sollten. Stattdessen sollte ein guter Mittelweg angestrebt werden – also einfach etwas mehr Farben verwenden, aber nicht gleich übertreiben.

Braucht man jetzt zwei verschiedene Shops für Männer und Frauen?

Klares Nein – aber Online-Shops müssen weiblicher werden, um eine breitere Zielgruppe anzusprechen. Es geht vielmehr darum, Design und Inhalte so zu verändern, dass sie sowohl Männer als auch Frauen ansprechen. Zum Beispiel durch den intelligenten Einsatz von Farben, gut verständliche Produkttexte, erklärende Bilder und Illustrationen, die den Produktnutzen herausstellen. Technische Details gehören aber natürlich trotzdem genauso dazu wie eine klare Struktur, die eine gute Angebotsübersicht ermöglicht. Entscheidend aber ist, dass der Nutzen von Produkten klar und eindeutig kommuniziert wird. So profitieren letztendlich alle vom optimierten Webdesign – Kundinnen, Kunden und Shopbetreiber.

Kategorie: Digitale Kommunikation, Highlight, Unternehmenskommunikation

von

Nathalie Fischer

Nathalie verstärkt unsere Abteilung Text und Konzeption. Als Literatur- und Sprachwissenschaftlerin liegen ihr ausdrucksstarke und prägnante Texte besonders am Herzen. In ihrer Freizeit ist Nathalie vor allem als begeisterte Hobbyköchin, Radfahrerin und auf Wanderungen durch die ganze Welt unterwegs.

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