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Werbung schlägt Werbung. Der Ad Filter von D&AD.

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Jetzt mal ganz ehrlich, Ihr habt doch bestimmt auch schon mal einen Werbespot bei Youtube weggeklickt, oder? Vielleicht sogar schon ziemlich häufig? Weil Ihr zum Beispiel eigentlich ein persönlich gedrehtes Video von einem Konzert gucken wolltet, das Euch eine Freundin bei facebook auf die Timeline gestellt hat. Aber als Ihr auf Play gedrückt habt, kam da erstmal diese nervtötende Werbung, die Euch mit völlig uninspirierten Marktschreier-Parolen einen überteuerten Handyvertrag aufschwatzen wollte. Oder die Euch von den Qualitäten eines Raumschiff-Games überzeugen wollte, mit dem Ihr mit „Millionen anderer Spieler fremde Galaxien erkunden“ könnt. Dabei habt Ihr längst einen guten Handytarif. Und Computerspiele habt Ihr seid zig Jahren nicht mehr angerührt – und selbst wenn, wäre Science-Fiction nicht Eure erste Wahl. Kurz gesagt: Es gibt viel zu viel Werbung auf der beliebten Video-Plattform, die den User nicht anspricht und die kreativ keine Bäume, nicht mal Sträucher ausreißt.

Ein Filter, der nur gute Werbung reinlässt

Eine Lösung für dieses Problem ist Blockadehaltung beziehungsweise Totalverweigerung. Browser wie Firefox bieten dem werbemüden Web-Surfer kostenlose Erweiterungen wie Adblock Plus oder Noscript an, die jegliche Werbung auf Websites unterdrücken und unsichtbar machen. Ganz nach dem Motto ‚Klappe zu, Affe tot’. Das ist schön und gut, aber jetzt gibt es mit dem Ad Filter der Organisation D&AD (Design and Art Direction), dem britischen Pendant zum Art Directors Club, zur Abwechslung mal ein frisches Konzept: Der Filter sorgt dafür, dass nervige Spots ausgeblendet und durch preisgekrönte Arbeiten aus der Kreativbranche ersetzt werden. Man sieht also nur das Beste aus der Werbung.

Zugegeben, ich war zunächst skeptisch. Aber dann habe ich mit dem Ad-Filter immer mehr richtig gute Werbespots gesehen. Spots, die zum Brüllen komisch waren, zum Nachdenken anregten oder einfach nur toll gemacht waren. Zum Beispiel dieses Video einer traditionsreichen britischen Ladenkette aus dem Jahr 2011:

Und dann habe ich mich doch tatsächlich dabei ertappt, wie ich mich gar nicht mehr so sehr auf das Konzertvideo der Freundin gefreut habe – mal abgesehen davon, dass verwackelte Konzertmitschnitte niemals die Stimmung so transportieren, wie wenn man live mit dabei war.

Ihr wollt es selbst mal ausprobieren? Hier gibt es den kostenlosen Ad Filter für Chrome oder Firefox: Endlich gute Werbung

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