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Apple öffnet sich. Ein bisschen.

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Wer auf der diesjährigen WWDC von Apple erwartete, dass Tim Cook ein neues sensationelles Gadget aus der Tasche seines Jeanshemdes zauberte, wurde enttäuscht: Kein neues Produktflaggschiff, kein neues iSomething und also auch keine echte „Revolution“ in 2016. Dafür aber überraschte der Konzern aus Cupertino mit einer ganz anderen Nachricht: Künftig öffnet Apple einige zentrale Dienste wie iMessage, Siri und Maps gegenüber Partnern – und auch Wettbewerben. Diese können nun zum Beispiel Apples Spracherkennungssystem Siri über Programmierschnittstellen (APIs) gezielt ansprechen und hierdurch buchstäblich mitreden. Bei iMessage dürfen sich die User auf neue Smileys, Stickers und Emojis von Drittanbietern freuen – zu dieser Nachricht würde ich spontan übrigens ein Emoticon posten, das ungläubiges Kopfschütteln zum Ausdruck bringt.

Ein geschlossenes System öffnet sich

Die Öffnung wichtiger Dienste und exklusiver Funktionen für eine Nutzung durch Dritte ist neu bei Apple.  Sie markiert das Ende einer jahrzehntelangen Exklusivität von Hardware-Software-Verbindungen, wie sie der unlängst im Kino kontrovers diskutierte Steve Jobs zeit seines Lebens favorisierte. Stattdessen kommen Programmierer und Entwickler auf der ganzen Welt jetzt endlich in den Genuss, selbst einmal in den Apfel beißen zu können. Ich bin gespannt darauf, wie sich dies auf die zukünftige Geschmacksrichtung von Apple auswirkt.

Beitragsbild: Robert S. Donovan via Flickr (Lizenz: CC BY-NC 2.0)

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