Kreation, Unternehmenskommunikation
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Warum die Nicht-Farbe Weiß so ziemlich alles kann. 10 Thesen zur Bedeutung von Weiß.

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Weiß ist genau genommen keine Farbe. Warum die Nicht-Farbe Weiß dennoch so ziemlich alles kann? 10 Thesen zur Bedeutung von Weiß für die Gestaltung. Denn Weiß ist ein ganz besonderes Kommunikationsmittel.

1. Weiß bringt Wirkung. Wer wüsste das besser als die Apple-Designer.

Apple liebt Weißraum. Denn Weiß bringt Fokussierung. Damit sich der Kunde auf das konzentriert, was wirklich wichtig ist: das Produkt.

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So wenig MacBook. So viel Weißraum. Screenshot: apple.com

2. Weiß passt sich an.

Die Farbe Weiß ist ein guter Begleiter, der andere gut dastehen lässt. Als Weißraum lässt Weiß andere wirken. Als Hauptakteur im Vordergrund wird Weiß zur Hauptsache.

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Weißraum lässt andere gut wirken.

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Weiße Typografie bringt starke Wirkung. Screenshot: rijksmuseum.nl

3. Weiß sorgt für Licht.

Weiß verstärkt alles, das Licht einer Leuchte genauso wie einen Schatten.

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Screenshot: fontanaarte.com

 

4. Weiß schafft Aufmerksamkeit. Für die Marke, für die Aussage.

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5. Weiß bringt Benutzerfreundlichkeit. Typografischer Weißraum schafft Raum für Lesegenuss.

Eng gesetzte Texte fast ohne Zeilendurchschuss – eine Qual für die Augen und damit ein K.O. für die Kommunikation. So was liest keiner. Erst typografischer Weißraum optimiert den Lesefluss und macht Lesen zum Genuss.

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Lou Levit/https://unsplash.com/photos/XiCZpdoX4lE

6. Weiß verstärkt Wirkung.

„Weiß ist ein Medium, das alles verstärkt –­ einen Sonnenstrahl genauso wie einen Schattenwurf“ sagt der Pariser Interiordesigner Ramy Fischler.

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Screenshot: ramyfischler.com

7. Weiß setzt Prioritäten.

Weiß lässt Raum für Wesentliches – das wissen alle Kommunikationsdesigner. In vielen Corporate Designs sind Bereiche um das Unternehmenslogo definiert, die Sperrzonen für die Gestaltung sind, also freigehalten werden müssen. Diese Weißräume sichern die Wirkung und Signifikanz des Logos.

8. Weiß wirkt edel, entspannt, luxuriös. Und leicht, gesund, rein und wohltuend …

Moden ist die Farbe Weiß nicht unterworfen. Damit ist Weiß einfach zeitlos.

unsplash-1454262041357-5d96f50a2f27 KopieJoanna Kosinka/Unsplash

9. Weiß fällt auf.

Weiß ist zunächst mal nichts. Und was fällt im heutigen Info-Krawall mehr auf als diese Leere? „Im Info-Overload gewinnt die visuelle Leere neue Bedeutung“ schreibt die „PAGE“.

10. Weiß ist nicht gleich Weiß.

Es gibt kein Standardweiß. Wärmere Weißtöne entstehen durch einen kleinen Rot- oder Braunanteil. Andere Weißtöne gehen Richtung Grau.

Fazit: Der französische Interiordesigner Ramy Fischler hat es in der „AD“ auf den Punkt gebracht: „Weiß kann so ziemlich alles“.

 

Beitragsbild: Liliane Limpens/Unsplash

 

Kategorie: Kreation, Unternehmenskommunikation

von

Andrea Schäfer

Diplom-Psychologin, Kommunikationsberaterin mit nicht nachlassender Begeisterung für alles, was sich ändert. Am Starnberger See zu Hause und Ansprechpartnerin für unsere Kunden in München und Umgebung.

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