Autor: Grischka Grauert

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Vorsicht, ansteckend! Agentur im Star Wars-Fieber.

In den Augen vieler Agentur-Mitarbeiter liegt dieser Tage ein fiebrig-erwartungsvoller Glanz, der sich nicht allein mit dem vor der Tür stehenden Weihnachtsfest erklären lässt. Aus der Grafikabteilung tönt leise John Williams Imperial March. In der Mittagspause werden noch einmal ausführlich die Laufeigenschaften des AT AT-Walkers analysiert. Bei den Textern fiept regelmäßig ein R2-D2-Wecker. Und im Schatten der Backup-Festplatten wacht eine historische Luke Skywalker-Actionfigur von 1983 darüber, dass die gute Seite der Macht auch in Bonn weiterhin die Überhand behält. Liebe Lichtschwert-Freunde, das lange Warten hat ein Ende! Heute startet endlich Star Wars Episode VII in den deutschen Kinos. Wir wünschen euch allen viel Spaß in dem Film. Möge die Macht mit Euch sein.

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Lebensgefährliche QR-Codes – der große QR-Code-Test.

Von einigen sind sie marketingtechnisch längst für tot erklärt worden. Und wirklich häufig benutzen tut sie anscheinend auch keiner. QR-Codes. Trotzdem sieht man sie weiter im Einsatz: An Plakatwänden, in Magazinen oder auf den Briefmarken der Post. Ich wollte einmal selbst nachschauen, was sich im Einzelfall hinter der quadratischen Ansammlung aus schwarz-weißen Punkten verbirgt. Deshalb habe ich einen Versuch gestartet: Eine Woche lang wollte ich jeden Code scannen, der mir über den Weg läuft. Ob Schaufenster, Plakat, U-Bahn oder Flugzeug – mein Smartphone war stets griffbereit, um den jeweiligen QR-Code zu scannen. Noch ahnte ich nicht, wie gefährlich das werden würde. Die erste Ernüchterung Meine erste Beobachtung war, dass es deutlich weniger geworden sind als etwa noch 2012/2013. Damals konnte man kaum einen Schritt machen, ohne über einen zu stoßen. Aber einige habe ich dann doch gefunden: Zum Beispiel einen QR-Code des Hautpflegeprodukt-Herstellers Eubos in einem Kundenmagazin. Nachdem ich den Code gescannt hatte, öffnete sich ein PDF. Ich konnte es jedoch kaum lesen. Die Anzeige für „High Tech gegen Falten“ war nicht responsive gestaltet worden. …

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Weihnachtsfeier 2015. Dahm und Freunde zaubern ein 5-Gänge-Menü auf die Teller.

Draußen wird es (langsam) kälter. Vor der Agentur fahren große Schwerlaster mit Karussells und Glühwein-Ständen für den Weihnachtsmarkt vorbei. Das Jahresende nähert sich mit großen Schritten. Genau die richtige Zeit also für unsere Weihnachtsfeier! Wie schon im letzten Jahr sind wir alle zusammen ins Kochatelier nach Bonn-Bad Godesberg gefahren, um gemeinsam den Kochlöffel zu schwingen und ein Weihnachtsmenü der kulinarischen Extraklasse zu kreieren – und danach in aller Ruhe zu verspeisen. Das erste Highlight des Abends: Feldsalat Deluxe, dazu gab es noch Lachs mit Kartoffelrösti und Feigenchutney. Fazit: Extrem lecker und empfehlenswert! Röstis sind Chefsache! Stephan wendete die Kartoffelpuffer genau zum richtigen Zeitpunkt, um die richtige Bissfestigkeit hinzubekommen. Friederike und Elif sorgten fleißig für Nachschub. Grischka und Nathalie hochkonzentriert bei der Arbeit: Das Cremesüppchen von der Petersilienwurzel mit Vanille musste schließlich gerecht verteilt werden. Grischka fügte jeweils das i-Tüpfelchen hinzu – ein wenig Granatapfelsirup on top. Als Erholung für den Gaumen vor dem Hauptgang gab es ein mit Prosecco aufgefülltes Cassis-Sorbet. Mit gestärkten Lebensgeistern wurden im Anschluss spannende Tischkicker-Matches in der Lounge ausgetragen. Sieger dieser …

The Colors Of Fall #1/6

Sommerliche Mittagspause im November.

In diesen Tagen ertappe ich mich immer wieder dabei, wie ich ungläubig auf den Kalender schaue – nein, ich habe mich nicht in der Jahreszeit geirrt. Es ist mitten im November und die Bäume schütteln erfolgreich ihre Blätter ab. Aber keine Spur von trübem Matschwetter, grauen Wolken und Herbst-Blues. Stattdessen lacht die Sonne bei frühlingshaften Temperaturen und vereinzelt sieht man Menschen in kurzen Hosen und T-Shirts spazieren gehen und Eis essen. Weihnachten in Badehose am Strand. Bei so einem Wetter kann ich unmöglich drinnen bleiben. Also habe ich meine Mittagspause kurzerhand nach draußen verlegt und mache Picknick auf einer Bank im Park. Ich werde von der Sonne beschienen, über mir zwitschern Papageien und auf einer Wiese spielen Studenten Frisbee. Aus einem Biergarten dringt Gelächter. Ist nächsten Monat wirklich schon Weihnachten? Ich beiße in mein Butterbrot. Wenn das so weitergeht, buche ich für die Feiertage noch Urlaub an der Ostsee. Dann kann ich mit meiner Familie in Badehose am Strand Bescherung feiern und vor dem Gänsebraten noch gemütlich eine Runde schwimmen gehen. Kann ich doch noch …

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Touch me. Mailings zum Anfassen.

Lest ihr heute noch Mailings? Oder landen die bei euch direkt im Altpapier? In Zeiten von Online-Marketing und Social Media-Kampagnen stellt sich manche Firma die berechtigte Frage: Wozu überhaupt noch Geld in die Hand nehmen, um ganz klassisch Papier an (Neu-)Kunden zu schicken, wenn es über Google Adwords oder ein E-Mailing viel günstiger und schneller geht? Doch es gibt einen wichtigen Grund, weshalb ein gut konzipiertes Papier-Mailing gerade heute genau das Richtige sein kann: Mailings kann man anfassen. Das hört sich unspektakulär an, ist aber ein entscheidender Faktor. Papier als Gefühlsverstärker Das fängt schon bei der Wahl des verwendeten Papiers an. Nehmt einmal Papier unterschiedlicher Qualität und Grammatur – das ist das Papiergewicht – in die Hand und ihr werdet sehen, was ich meine. Und „fühlen“ ist hier genau das richtige Stichwort. Florian Kohler, CEO der Büttenpapierfabrik Gmund, formuliert es so: Mit Papier kann ich Informationen fühlen, tasten, erleben. Mit Papier wird die Präsenz einer Information aufrechterhalten. Denn Papier arbeitet auf der Gefühlsebene, über die Berührung – und damit eindringlich. Die Entscheidung für ein spezielles Papier kann dafür sorgen, dass auch der Text …

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Mittagspause im Museum.

Normalerweise vertrete ich mir in der Mittagspause gerne die Beine. In zehn Minuten komme ich zum Beispiel zu Fuß zum Frankenbad, wo das beste mobile Café der Welt mich mit einer Dosis Koffein versorgt. Oder ich fahre mit der 16 kurz bis zur Haltestelle Juridicum, wo ich ruckzuck unten am Rhein bin und Möwen, Wasser und Schiffe um mich habe – als gebürtiger Hamburger brauche ich regelmäßig eine kleine Portion ‚Seeluft’. Jetzt aber habe ich mal etwas ausprobiert, was ich bisher noch nie gemacht habe. Ich bin ins Museum gegangen, ins August Macke Haus, das nur fünf Minuten von unserer Agentur entfernt direkt neben der Viktoriabrücke liegt. Dafür bin ich etwas später in die Pause gegangen als sonst, weil das Museum erst um 14:30 öffnet. Die aktuelle Ausstellung „Von August Macke bis Otto Dix“, die noch bis zum 25. Oktober zu sehen ist, zeigt Bildnisse vom Expressionismus bis zur neuen Sachlichkeit – und ich kann sie jedem nur empfehlen. Ich war der einzige Besucher der Ausstellung und so hatte ich die Räume ganz für mich …

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Roboter-Journalismus oder übernehmen Computer bald das Texten?

Stellt Euch vor, Ihr geht in eine Buchhandlung und stöbert ein wenig in den Neuerscheinungen. Da sind zum Einen die üblichen Verdächtigen: Stephen King für die hart und Rosamunde Pilcher für die zart Besaiteten sowie dutzende weiterer Romane von mehr oder weniger bekannten Autoren. Ihr lest hier ein paar Seiten an und überfliegt dort einige Klappentexte. Plötzlich fällt Euer Blick auf ein Werk, von dem Ihr noch nie zuvor gehört habt: „Der unermüdliche Schreiber.“ Verfasst von einem gewissen Algor Ithmus. Neugierig schlagt Ihr das erste Kapitel auf und – traut Euren Augen nicht. Der Text ist eine nicht enden wollende Auflistung von Fußballspielberichten sämtlicher deutscher Kreisligen aus der vergangenen Saison. Laut Klappentext hat Algor Ithmus für das mehrere tausend Seiten umfassende Werk nicht einmal fünf Minuten gebraucht. Bei Fußballberichterstattung und im Börsen- und Finanzbereich werden redaktionelle Inhalte bereits vollautomatisiert von Maschinen erstellt. Was sich zunächst anhört wie Science-Fiction, ist in einigen Branchen der Textproduktion längst Realität: Firmen wie Retresco aus Berlin oder Automated Insights aus den USA – letztere mit dem bezeichnenden Slogan „Let Your Data tell the Story“ – bieten in großem Stil sogenannten Roboterjournalismus an. Vom Wetter …

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Flat Design oder warum die Welt gerade eine Scheibe ist.

Flachheit, dazu vermerkt mein Lexikon als Hauptbedeutung: „ABWERTEND Geistlosigkeit, Gedankenarmut, geistige Oberflächlichkeit.“ Ein flaches Design wäre insofern etwas, in das der Gestalter nicht viel Arbeit gesteckt hat und das man am besten ebenso wie einen flachen Witz ganz schnell wieder vergisst. Flat Design ist aber alles andere als das. Seit einigen Jahren ist es ein zentraler Trend, der sich bei Betriebssystemen wie Windows 8 und vor allem im Webdesign beobachten lässt. Vom Look des bekannten Filehosting-Dienstes Dropbox bis hin zu Googles beliebtem Angebot, an Weihnachten die Route des Weihnachtsmanns nachverfolgen zu können, im ganzen Netz scheint sich Flat Design momentan auszubreiten:   Flat Design, dessen Wurzeln bis hin zum Swiss Style zurückreichen, steht dabei in klarem Gegensatz zum Skeuomorphismus. Dieser verleiht Benutzeroberflächen und Icons ein möglichst realistisches Abbild und imitiert etwa bei den Anwendungen Adressbuch und Terminkalender eine Leder- und Papieroptik. Dies dient vor allem dazu, dem Benutzer ein materielles Vertrauen gegenüber digitalen Oberflächen einzuflößen. Demgegenüber setzt Flat Design bewusst auf Reduktion und Minimalismus: Einfache Formen und Symbole, großzügig eingesetzte bunte Flächen und sogenannte Ghost Buttons …