Kreation, Technik, Unternehmenskommunikation, Video
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Weltweit unterwegs – der Filmeditor Chris Fitzgibbon.

Der Kanadier Chris Fitzgibbon arbeitet als Editor in der Videobranche. Seit 20 Jahren hat er seine neue Heimat im Rheinland gefunden, ist aber viele Wochen im Jahr ohnehin unterwegs – in Deutschland und auf der ganzen Welt.

Chris, was macht eigentlich ein Editor?
Ganz unterschiedlich, manchmal stößt man erst dazu, wenn alles schon gedreht ist. Dann geht es darum, aus dem umfangreichen Material einen Film zu schneiden. Das andere Extrem ist, wenn du als Video-Editor eine Geschichte über den gesamten Entstehungsprozess begleitest.
Sobald ich die Story geschnitten habe, konzentriere ich mich auf die vielen Details wie sichtbare und auch ‚versteckte’ Effekte – und natürlich die Musik. Musik ist extrem wichtig, denn man kann sie optimal einsetzen, um Fluss, Rhythmus und Spannung zu betonen. Du kannst da sehr kreativ sein, wie ein Architekt, der den Film konstruiert und gestaltet.

Heißt das, dass du erst nach den eigentlichen Dreharbeiten aktiv wirst?
Nein, ganz im Gegenteil. Bestenfalls, bist du als Editor in jeder Phase des Projektes gefragt. Vor dem Dreh zum Beispiel mit Workflow-Besprechungen und während des Drehs mit Feedback zu den bereits abgedrehten Einstellungen. Auch O-Tonbearbeitung oder das Anlegen der Musiken und der Musikschnitt gehören dazu.

Welche Art von Filmen machst du?
Das ist sehr, sehr unterschiedlich. Vor zehn Jahren habe ich noch viel fürs Fernsehen gemacht, für ZDF, WDR, VOX, RTL … Inzwischen liegt mein Fokus mehr auf der Arbeit für die Industrie. Hier sind wir sehr breit aufgestellt und machen Unternehmensporträts, Reportagen und unternehmensinterne Filme.

Hat sich dein Job im letzten Jahrzehnt verändert?
Der Job ändert sich eigentlich andauernd. Einmal ist es die fortlaufende technische Weiterentwicklung. Und dann sind natürlich auch immer mehr verschiedene Skills gefragt, um noch kreativer Storys schneiden zu können.

 Chris2

Als Cutter weltweit unterwegs – Datensicherung im Hotel in China.

Bist du viel unterwegs?
Zum Glück seit ein paar Jahren schon, das macht mir echt Spaß. Ich schneide nicht viel unterwegs, drehe aber bei einige Produktionen schon mit, so dass wir ‚alles in den Kasten‘ bekommen für den Film. Dann geht das Schneiden noch schneller.

Wo hast du schon überall Projekte gehabt?
Wir waren unter anderem schon in den USA, China, Indien, Russland, Südafrika, Kenia, Thailand. Und das oft mehrfach.

Wenn man so viel auf der ganzen Welt unterwegs ist wie du, was ist dir da besonders im Gedächtnis?
Dass es überall auf dieser Welt freundliche Menschen gibt.

Chris, du bist geboren in Montréal, Kanada. Was hat dich von Kanada nach Deutschland geführt?
Die Liebe.

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