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Apple-Rechner-Tuning — so geht’s.

Ich habe einen Kollegen, der weiß alles. Der hat mich schon viele, viele Male gerettet. Dem kann ich mit den dümmsten Fragen kommen, und er hat eine Antwort. Ihr ahnt schon, wer das ist? Genau, unser Dahm & Freunde IT-Experte — ein Wunder an Geduld, das auch noch Informatik studiert hat. Dieser gute Mann hat in den letzten Wochen einigen lustlosen Apple-Rechnern wieder zu jugendlicher Frische verholfen.

Hier von ihm die wichtigsten Infos zum Apple-Tuning im Schnellüberblick:
Das Zauberwort heißt SSD. Das Tuningrezept lautet: Die alte Festplatte raus, die neue, schnelle SSD rein. Früher hatte man sich drehende Festplatten (HDD) — heute nutzt man die viel schnelleren SSD, die nur Chips sind.

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1. Wie lange dauert’s?
Bei einem Macbook circa 15 Minuten, bei komplexeren Rechnern wie dem iMac etwa eine Stunde.

2. Was kostet’s?
SSDs werden immer billiger. Ein guter Schnitt ist aktuell ca. 100 Euro für 250 GB.

3. Wann lohnt sich so ein Tuning?
Immer. Die Kisten rennen danach wie bescheuert. Das langsame Element des Festplattenzugriffs ist einfach weg. Ich habe mein altes MacBook zu Hause schon vor zwei Jahren aufgerüstet, das war wie Ganzkörperlifting 😀

4. Wie technisch versiert muss man sein, um das selbst umsetzen zu können?
Man sollte in der Lage sein einen Schraubendreher in die richtige Richtung zu drehen. Im Ernst, die meisten technischen Rechnerprobleme erfordern eher Mut denn technisches Können. Wohl aber technisches Wissen, und das findet man im Zweifel bei YouTube. Manche Rechner brauchen Spezialschraubendreher, damit man die Kisten aufkriegt. iMacs brauchen Pömpel. (Man muss die Glasfläche nach vorne ziehen).

5. Was sollte man auf keinen Fall beim Austausch machen? Was wäre so ein klassischer tödlicher Fehler?

Das Backup vorher zu vergessen, wäre so ein tödlicher Fehler. Schlau ist es, sich einen Adapter zu holen, mit dem man im Vorfeld die neue SSD schon anschließen und alles daraufspielen kann, dann Umbau und fertig. Adapter liegen bei 30 bis 40 Euro.

Strom sollte auch nicht drauf sein, die Kontakte sollte man nicht berühren, die alte Festplatte gut behandeln, falls es mit der SSD doch nicht klappt 🙂

Videos zum Einbau findet ihr in Hülle und Fülle, wenn ihr Folgendes eingebt: youtube <rechnername> ssd

7. Sonst noch irgendeinen Tipp?

Auch wenn man ein elementares Teil des Rechners ausbaut, ist der Eingriff eigentlich harmlos (wenn man alles so macht, wie beschrieben). Ganz wichtig ist das Vorab-Backup, bevor man loslegt. So kann man bei einem Totalausfall der SSD auf den Status quo vor dem Umbau zurückwechseln.

Wichtig: SSD sind schlanker als HDD — moderne schlaue Rechner haben ein ausgeklügeltes Lüftersystem, bei dem der interne Lüfterwind genau gelenkt wird. Baut man eine zu kleine/schmale Platte ein, kann das eventuell nicht mehr funktionieren — ergo sollte man z.B. beim Umbau in einem Laptop SSD mit Abstandhaltern kaufen (Schaumstoffformen, die den Rest der alten Platte ausfüllen).

Noch wichtiger: Manche Rechner haben interne Temperaturfühler, die an der alten Platte drankleben. Meist genügt ein Umkleben. Manchmal braucht man auch ein Spezialkabel (das dann irgendwelche Fühler drin hat, damit der Rechner weiß, wann die Platte zu heiß wird und er den Lüfter anwerfen muss) — die gibt es beim Hersteller oder günstigst bei eBay-Händlern. So etwas erfährt man aber prima bei den YouTube-Filmen.

Und ein Tipp zum Schluss:
Wenn man einen Rechner aufmacht, sind gerne mal Kabel zu lösen (z.B: NSA-kompatible Monitorkamera), damit man an alles dran kommt. Daher kleine weiße Klebestreifen und Edding bereithalten, damit man die Kabel beim Bearbeiten fixieren und beschriften kann. So kann man sicher sein, dass man sie nach dem Arbeiten wieder richtig einstöpselt.

 

 

Kategorie: Technik

von

Andrea Schäfer

Diplom-Psychologin, Kommunikationsberaterin mit nicht nachlassender Begeisterung für alles, was sich ändert. Am Starnberger See zu Hause und Ansprechpartnerin für unsere Kunden in München und Umgebung.

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