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Was macht einen guten SEO-Text aus?

Suchmaschinenoptimierte Texte sind vollgestopft mit Keywords, zusammenhangslos und kaum lesbar. Diese Vorurteile halten sich hartnäckig, was wohl vor allem daran liegt, dass unerfahrene SEO-Texter immer noch auf diese Weise vorgehen. Hauptsache, alle Keywords kommen häufig genug vor, der Rest ist egal. Doch für SEO-Profis gelten mittlerweile ganz andere Kriterien für einen guten Webseitentext. Einzigartiger Inhalt (unique content) steht an erster Stelle, denn nichts hasst Google so sehr, wie stupide kopierte, bzw. geklaute Inhalte (duplicate content). Und Google ist nunmal der unangefochtene Gigant unter den Suchmaschinen, auf den sich alle SEO-Maßnahmen ausrichten. Auch der Mehrwert für den User steht heutzutage sehr viel stärker im Fokus als früher, denn zu offensichtlich suchmaschinenoptimierte Texte schrecken Nutzer ab und führen nicht zur gewünschten Conversion.

Cartoon: seanrnicholson flickr.com CC-BY-ND 2.0

Die richtige Balance zwischen SEO und Nutzerfreundlichkeit (Usability) ist entscheidend. Cartoon: seanrnicholson flickr.com CC-BY-ND 2.0

Keyworddichte oder Termgewichtung?

Der zentrale Begriff für SEO-Texte lautet Keyword. Alles dreht sich darum, die wichtigsten Begriffe (Proof-Keywords) zu einem Thema herauszufinden und im eigenen Text unterzubringen. Denn das liefert gute Ranking-Ergebnisse bei Google. Wie diese Begriffe (Terme) gefunden und in welcher Weise und Häufigkeit sie in den Text integriert werden, hängt davon ab, welchen Ansatz man verfolgt. Bei der herkömmlichen Betrachtung der Keyworddichte, die immer noch stark verbreitet ist, wird das Hauptkeyword bestimmt und in einer Dichte zwischen 2-4 % in den Text eingefügt. Dabei kann es sich auch um Keyword-Kombinationen handeln.

Bei der Termgewichtung, auch WDF/IDF-Analyse genannt, betrachtet man mehrere Keywords und andere relevante Begriffe zu einem Thema. Dazu analysiert man mehrere Dokumente, die das betreffende Thema behandeln, z.B. in den Datenbanken der Konkurrenz, und filtert wiederkehrende Begriffe heraus. Diese werden dann nach ihrer Häufigkeit sortiert und in eine Grafik umgesetzt. So weiß der Texter, welche Begriffe er unterbringen muss und wie die ungefähre Verteilung aussehen sollte. Im Gegensatz zur Keyworddichte werden bei der Termgewichtung also mehrere Keywords verwendet und auch der semantische Kontext eines Proof-Keywords wird miteinbezogen.

Wie schreibt man denn jetzt gute Webseitentexte?

Die verschiedenen Ansprüche an einen Webseitentext gut miteinander zu verbinden ist nicht einfach. Am besten lässt man SEO zunächst einmal außen vor und konzentriert sich nur darauf, einen gutgeschriebenen und nutzerrelevanten Text zu verfassen. Dabei sollte man sich im Vorfeld überlegen, welche Fragen die User wohl haben werden und diese dann beantworten. Kurze, gut strukturierte Sätze, explizite Aussagen und sinnvolle Absätze mit Überschriften machen einen guten Text aus. Im Internet gilt: direkt auf den Punkt kommen und nicht lange um den heißen Brei herumreden.

Grafik: Daniel Waisberg flickr.com CC BY-NC-SA 2.0

Grafik: Daniel Waisberg flickr.com CC BY-NC-SA 2.0

Den fertigen Text kann man dann von SEO-Tools analysieren lassen und nachbessern. Wer lieber ohne Tools arbeiten möchte, kann die Keyword-Recherche auch selber übernehmen. Dabei sollte man auf Synonyme, Singular- und Pluralformen achten und verschiedene Kombinationen und Schreibweisen ausprobieren. Eine einfache Methode ist, das Hauptkeyword bei Google einzugeben und zu schauen, mit welchen anderen Begriffen es zusammen auftaucht. Anschließend die ermittelten Keywords im Text und in den Überschriften gut verteilt unterbringen.

Checkliste für gute SEO-Texte:

  • bieten einen Mehrwert
  • unterhalten, informieren oder helfen dem Leser
  • sind einzigartig
  • sind exakt auf die Zielgruppe zugeschnitten
  • animieren den Leser zum Mitmachen, Teilen oder Liken
  • sind nicht offensichtlich suchmaschinenoptimiert

 

Beitragsgrafik: Alexis Wilke wikimedia commons CC BY-SA 3.0

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