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Warum Großkonzerne immer mehr auf Nachhaltigkeit setzen.

Corporate Sustainability – die nachhaltige Unternehmensführung – gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Im internationalen Vergleich hinken deutsche Unternehmen zwar noch etwas hinterher, doch einige der größten Konzerne haben es bereits mehrfach in die „Global 100“ Liste von Corporate Knights geschafft.  Das Magazin für „sauberen Kapitalismus“ ermittelt jedes Jahr die 100 internationalen Großunternehmen mit der besten Nachhaltigkeitsbilanz. Adidas, BMW, Siemens und Daimler schafften es 2014 und 2015 gleich zweimal hintereinander ins Ranking.

Was ist nachhaltige Unternehmensführung?

Nachhaltige Unternehmensführung heißt, dass die ökologische, soziale und kulturelle Verantwortung, die ein Unternehmen gegenüber der Umwelt, seinen Mitarbeitern und Partnern hat, in strategische Entscheidungen miteinfließt. Diese werden also nicht mehr mit dem alleinigen Ziel der Wachstumssteigerung und Profitmaximierung getroffen, sondern beziehen auch Aspekte wie Umweltschutz, Ressourcenschonung, Existenzsicherung und Gesundheitsvorsorge mit ein.

Circles of Sustainability_ohne Head

Circles of Sustainability (bearbeitet) Grafik: SaintGeorgeIV unter CC BY-SA 3.0

 

Konkret bedeutet das für Unternehmen vor allem langfristige Planung. Wer vorausschauend handelt, erkennt zum einen früher Innovationschancen und sichert gleichzeitig den Erfolg und Bestand des Unternehmens. Unsere kurze Liste zeigt, mit welchen Maßnahmen nachhaltige Unternehmensführung umgesetzt werden kann:

  1. Langfristig planen über das nächste Geschäftsquartal hinaus
  2. Ressourcen effizient einsetzen
  3. Risikomanagement verbessern
  4. Innovationschancen frühzeitig erkennen und nutzen
  5. Mitarbeiter durch Fort- und Weiterbildungsangebote, betriebliche Vorsorgemodelle, etc. fördern und unterstützen

Welchen Vorteil bringt nachhaltige Unternehmensführung?

Neben der Existenzsicherung durch langfristige Planung führt eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie auch zu geringeren Kosten und einem optimierten Risikomanagement. Die Mitarbeiter sind gut ausgebildet und motiviert und das Image, die Reputation und die Glaubwürdigkeit des Unternehmens werden erheblich verbessert, was wiederum Kooperationen anregt und Umsätze steigert.

In der Praxis

Das Beispiel der Firma Adobe zeigt, wie das Ganze genau aussehen kann. Die Software Firma im Silicon Valley gehört zu den Spitzenreitern in Sachen Corporate Sustainability und hat ihre Geschäftsräume aufwändig restauriert, um sie modernen Umweltstandards anzupassen. Auf dem Dach des Firmengebäudes erzeugen Windturbinen eigenen Strom, die lichtdurchfluteten Büros stehen voller Grünpflanzen und die Arbeitsbereiche werden von einer speziellen Software und zahlreichen Sensoren überwacht. Ist ein Platz länger als eine Viertelstunde nicht besetzt, schalten sich automatisch Lampen, Heizungen und Steckdosen ab. Auch in der Produktion zeigt sich eine Änderung des Geschäftsmodells: die Adobe Creative Suite gibt es nur noch in der virtuellen Cloud, es werden keine DVDs und aufwändigen Kartonverpackungen mehr produziert.

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Auch in unseren Büros setzen wir bei Dahm und Freunde auf grüne Vielfalt.

Angesichts der weltpolitischen Entwicklungen, die Umweltschutz und Ressourcenschonung immer stärker in den Mittelpunkt stellen, wird der Trend zu einer nachhaltigen Unternehmensführung ebenfalls weiter zunehmen und sich wohl auch auf mittelständische Unternehmen ausweiten. Wer hier rechtzeitig ansetzt, sichert sich klare Vorteile gegenüber Mitstreitern und leistet außerdem einen wichtigen Beitrag zum Schutz unseres Planeten.

 

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